Was bedeutet MoMo? Was werden wir in diesem Projekt machen?
Das sind die Fragen mit denen wir zum ersten Treffen erscheinen. Unser Supportteam hält die Antworten dafür schon bereit. MoMo ist eine Abkürzung für Mobile Monitoring, was so viel bedeutet wie mobile Erfassung von technischen Daten. Wir erfahren, dass wir uns mit der drahtlosen Übertragung von Sensordaten zu medizinischen Zwecken auf mobile Endgeräte beschäftigen werden. Das Ziel ist es, eine sichere, zuverlässige und kontinuierliche Übertragung zu erreichen.
Gesendete Daten müssen dargestellt werden und dafür braucht man ein Entwicklungstool, bei dem man den Quelltext so exportieren kann, dass Daten nach einem bestimmten Schema unabhängig von der Plattform ausgewertet werden können.
Wir wurden mit dem zu verwendenden Mikrocontroller bekanntgemacht. Mikrocontroller sind Ein-Chip-Computersysteme, die die Funktionseinheiten Zentraleinheit(CPU), Zentralspeicher(RAM und ROM) und die Ein- und Ausgabeeinheiten(I/O) auf einem Chip vereinen. Wir benutzen den Arduino Duemillanove.
Der Arduino hat eine Open Source Plattform, auf der man programmieren kann. Die Programmiersprache ist für Einsteiger gut geeignet, weil sie relativ einfach ist. Man kann plattformunabhängige Java-Applikationen und interaktive Objekte einfach damit erstellen. Die Programmierung findet direkt über die USB-Schnittstelle statt. Bei Problemen steht eine große Community zur Unterstützung bereit.
Java Applets stellen Sensordaten zwar sehr gut dar, sind aber relativ aufwändig zu programmieren. Die Lösung für dieses Problem ist die Verwendung von Processing. Auch Processing ist ein Open Source Programm. Es ist eine objektorientierte Programmiersprache, die eigentlich nur eine Vereinfachung von Java ist. Die Plattform richtet sich auch hauptsächlich an Programmieranfänger, Gestalter und Künstler. Mit der Spezialisierung auf Grafik, Simulation und Animation eignet sich dieses Programm hervorragend für unser Vorhaben. Auch bei Processing steht uns eine große Community bei Problemen zur Verfügung.
Uns wurden verschiedene Sensoren vorgestellt, mit denen wir in Zukunft arbeiten werden oder die man zur Erfassung von medizinisch relevanten Daten braucht. Darunter sind Temperatursensoren, Drucksensoren, Infrarotsensoren, Ultraschallempfänger, Beschleunigungssensoren, Gassensoren und Durchflusssensoren.
Zur drahtlosen Übertragung verwenden wir XBee-Module, also Funkmodule. XBees haben einen sehr geringen Stromverbrauch und sind in großer Anzahl weitaus billiger als Bluetooth-Module. Vorteilhaft ist auch, dass ZigBee-Geräte, also die XBees, sich selbstständig miteinander vernetzen und organisieren können.
Das Projekt „MoMo“ wird von der Nordmetall Stiftung, der Innovationsstiftung Schleswig-Holstein und Dräger Medical AG und Co. KG finanziert. Die neue LüttIng Schüler-Technik-Akademie an der Universität Lübeck wird von Prof. Dr. Michael Herczeg und Thomas Winkler geleitet und von Informatikstudierenden und zwei Lehrern der teilnehmenden Schulen, der Thomas-Mann Schule und des Carl-Jacob Burckhardt-Gymnasiums, Maja Blechschmidt und Jan Blankenburg , betreut. Außerdem werden wir von der Drägerwerk AG mit Know-How aus der Medizintechnik und technischen Geräten unterstützt.
Hier der Link zur Projektseite von MoMo bei LüttIng: http://www.i-sh.de/foerderung/luetting-programm/projekte/momo-mobiles-mo...
